Aktionskomitee für
eine faire Analysenliste
Die Analysenliste legt die Preise für Laboruntersuchungen fest, welche medizinische Laboratorien den Krankenkassen verrechnen dürfen. Die laufende Revision der Analyseliste des Bundesamtes für Gesundheit erfüllt die Verbände des Gesundheitswesens mit grosser Sorge. Als einzige Branche im Schweizerischen Gesundheitssystem, war die Labormedizin innerhalb der letzten Jahre fähig, ihre Kosten um 19% zu senken, während in allen anderen Branchen die Kosten weiter ansteigen. Weitere Tarifanpassungen in diesem Bereich – wie durch diese vorliegende, untaugliche Revision der Analyseliste – hätten fatale Auswirkungen auf die Labors in der Schweiz und damit auf das gesamte System der medizinischen Grundversorgung.
Wir wollen
- Eine Optimierung der kostensparenden medizinischen Grundversorgung auf
der Basis des bisher bewährten dezentralen Systems, ohne die Gesundheit
der Patienten zu gefährden
Wir fordern
- Stopp der fachlich inkorrekten, gesundheitsökonomisch nicht durchdachten und
kontraproduktiven Tarifliste, wie sie das Bundesamt für Gesundheit in der Revision
zur Analysenliste vorsieht
- Grundsatzdebatte zur Optimierung des bestehenden dezentralen Grundversorgungssystems
im Sinne einer Gesamtschau, unter Einbezug aller wichtigen
gesundheitspolitischen Herausforderungen wie DRG, Tarmed-Revision, Stärkung der
Hausarztmedizin und Labordienstleistungen. Diese Debatte ist prioritär durch die
Politik (Eidg. Parlament, Bundesrat, Kantone etc.) zu führen.
- Schaffung einer fachlich ausgewiesenen Expertenkommission unter Beteiligung der
relevanten Partner der Grundversorgung zur Neugestaltung der Labortarife.
- Transparenz in der Entscheidungsfindung. Die Diskussion ist in aller Offenheit und für
die Öffentlichkeit überprüfbar durchzuführen.
Informationen des Aktionskomitees
Informationen des BAG
Informationen aus dem Parlament
Aktionskomitee für eine faire Analysenliste
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Switzerland
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